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Inside

2012 erschienen vier CDs: April 2012 und Winter 2012, 2013:

Piano-Double-CD HimlaSång (Heavenly Songs). Swedish Piano Songs 2012

CD Com'Ann. 2013. Songs

Am 1. März 2012: Doppel-CD HimlaSång, schwedische Klavierkompositionen

• April 2012 CD Gott ist gegenwärtig

Texte von Dietrich Bonhoeffer, Musik: Michael Schlierf, Ann-Helena Schlüter

Am 21. Februar 2011: CD Worte des Meisters mit Piano-Improvisationen von Ann-Helena Schlüter, Sprecher Jonathan Gottwald

Am 12. Februar und 29. März 2010:

• PianoLyrik


Bach Goldberg Variationen, Beethoven „Waldstein“ Sonate, Skriabin Etüden, Chopin Etüden, Improvisationen

• Jeden Augenblick:


Ann-Helena & Band
ruhige Popsongs

17 eigenen Songs, gesungen in Englisch, Deutsch und Schwedisch
Violine, Cello, Bass, Schlagzeug, Piano, Gesang

„Die CD Jeden Augenblick zeigt mein Herz in Liedern, die lange in mir geschlummert haben. Meine Musik will meist im Ganzen heraus, mit Text, mit Klangvorstellung. Für mich war es Arbeit, sie nicht zu vergessen, bis es Zeit für sie war. Die Lieder sind zwischen 2004 und 2010 entstanden. Insgesamt habe ich circa 170 Lieder geschrieben. 17 davon, zusammen mit einem Werk von Bach aus dem WTK, erscheinen nun auf meiner ersten CD mit meiner eigenen Musik. Ich glaube, die klassische Musik hat mich sehr geschult, vorbereitet und trainiert, meine eigene Sprache zu finden in der Musik. Ich entdecke in meinen Stücken eine andere Ann-Helena, als ich sie sonst kenne. In meiner Musik traue ich mich, verletzlich zu sein.“

Die Songtexte der Lieder befinden sich hier. Presse zu den CDs sind hier zu finden.

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• CD Jeden Augenblick:

Philipp Hagemann: Cello
Michael Ende: Bass
Lena Wirth: Violine, Gesang
Daniel Nölp: Schlagzeug
Ann-Helena: Piano, Gesang, Songwriting, Arrangements
Produzent: Andreas Claus und Ann-Helena

• CD PianoLyrik:


Bach Goldberg Variationen, Beethoven „Waldstein“ Sonate, Chopin Etüden, Klavierimprovisationen am Steinway Flügel D, Kammermusiksaal Hochschule für Musik Würzbug

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Domenico Scarlatti: Sonate C-Dur Longo 104
Alexander Scriabin: Etüde Dis-Moll op. 8
Frédéric Chopin: Ballade F-Dur op. 38
Frédéric Chopin: Etüde C-Dur op. 10 Nr. 1
Ludwig van Beethoven: Waldstein C-Dur op. 53
Ludwig van Beethoven: Für Elise a-Moll
Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge D-Dur WTK I
Johann Sebastian Bach: Goldberg Variationen
Ann-Helena Schlüter: Improvisation „Nachtgedanke“

„Bach’s Thirty Variations in G Major is the zenith of his achievement in the field of keyboard music. This set of variations is the culmination of Bach’s Keyboard Practice, a comprehensive work composed over the course of more than fifteen years. It is the last of the four parts of the Keyboard Practice, which represent all the important kinds of keyboard music of the time: dance suites, orchestral reductions, church music, and variation form. The unity and diversity these variations offer still fascinate listeners and performers alike.“

(Prof. Walter Cosand, Arizona State University, Phoenix, USA)

„Wertheimers Verhängnis war, gerade in dem Augenblick am Zimmer dreiundreißig des Mozarteums vorbeigegangen zu sein, in welchem Gould die sogenannte Aria spielte. Wertheimer berichtete mir von seinem Erlebnis, dass er, Glenn spielen hörend, vor dem Zimmer dreinundreißig stehengeblieben sei bis zum Ende der Aria. — Diese beiden Sätze aus Thomas Bernhards Erzählung Der Untergeher spricht zwei grundsätzliche Bedeutungsbereiche an: eine bestimmte Zahl, die in Bachs Goldbergvariationen eine wichtige Rolle spielt und die herausragende Funktion, die ein bestimmter Pianist für die Vermittlung von Musik für die Öffentlichkeit und für das Publikum spielt, so dass der Interpret an die Stelle des Komponisten tritt, dessen Schattengänger er immer mehr wird, um schließlich die Bedeutung des Schöpfers zu übernehmen.
Das Zahlhafte ist denn auch von einzigartiger Bedeutung im Zyklus von 30 Variationen über die Aria (das Thema aus dem Klavierbüchlein für Anna Magdalena Bach), die am Anfang und dann wieder am Schluss gespielt wird, so dass man denn wenigstens auf 32 Nummern (Variationen) kommt, aber nicht, wie Bernhard im Hinblick auf Goulds Klavierzimmer, auf die Zahl 33. Dahinter könnte die unausgesprochene Überlegung des Schriftstellers stehen, dass Beethoven in seinen „33 Veränderungen über einen Walzer von Anton Diabelli“ aus den 32 „Goldberg-Variationen“ eben 33 gemacht hat oder wenn die Dreiergruppierung des Aufbaus berücksichtigt wird, die sich 10x wiederholt mit der Ausnahme der letzten Gruppe, bei der die dritte Variation keinen Kanon, sondern ein Quodlibet darstellt.
Die Zimmerzahl 33 wäre also die Ergänzung der letzten Gruppe: sozusagen noch der fehlende Kanon. – Aber das Spiel mit den Zahlen, mit kosmologischen oder höchst irdischen Spekulationen, ist denn auch überhaupt ein Hauptgeschäft J.S. Bachs gewesen. Aber nicht um ihrer selbst Willen, sondern um mit diesen numerischen Ordnungen das Höchstmaß an musikalischem Zusammenhang und vor dem strengen Hintergrund des Zählens der Musik eine unerhörte Ausdrucksintensität zu erreichen, wodurch Numerus (die Zahl) und Affectus (die Ausdrucksgebärde) in einer ständigen Spannung gehalten werden. Deswegen ist jeder Ton so essentiell, nicht nur die Töne der cantabel zu spielenden rechten Hand der Oberstimme, sondern alle Neben- und Gegenstimmen sind jeweils von einzigartiger Bedeutung, auch und vor allem die vielen Verzierungen, die kein bloß schmückendes Beiwerk sind, sondern entweder äußerster Nachdruck oder auch höchstes Entzücken, der/das jeweils jedem einzelnen Ton gilt.“

(Prof. Martin Zenck, Universität Würzbug, Bamberg)

„Bachs Goldberg Variationen oder auch „Aria mit dreißig Veränderungen“ sind sein umfangreichstes Werk für Cembalo. Es bildet zugleich den vierten und letzten Teil der ClavierÜbung, an der Bach insgesamt von 1726 bis 1742 arbeitete. In diesen vier Teilen trägt Bach alles zusammen, was seine Zeit an Formen und Gestaltungsmöglichkeiten bereit hält. Es ist ein Kosmos von insgesamt 113 verschiedenen Stücken. 31 davon entfallen auf die Goldbergvariationen.
Seinen Titel verdankt das Werk dem Namen des Cembalisten Goldberg, der, wie berichtet wird, dem Auftraggeber Graf Kayserlink in schlaflosen Nächten die Zeit durch Cembalospiel vertreiben sollte – das Werk wäre somit eine Art Notturno. Doch damit dürfte sich der künstlerische Anspruch und die inhaltliche Intention des Werkes wohl kaum erschöpfen.
Das Thema trägt den Titel Aria und ist bereits ein in sich abgeschlossenes Musikstück. Es ist von der tänzerischen Bewegung des Dreivierteltaktes getragen. Die Aria hat soviele Takte, wie in den Goldbergvariationen insgesamt Stücke erklingen, nämlich 32: Die Aria bildet Anfang und Schluss und umrahmt 30 Variationen. Noch drei weitere Entsprechungen fallen auf: Zum Ersten ist die Aria in zwei Teile zu je 16 Takten gegliedert, ebenso das ganze Werk, denn Variatio 16 ist eine Ouverture und markiert Eröffnung und Neubeginn. Zum Zweiten wechselt in den letzten sechs Takten der Aria der Duktus der Musik zu gleichmäßig fortschreitenden Sechzehnteln; entsprechend setzt mit dem sechstletzten Stück, nämlich Variatio 26, eine motorisch virtuose Bewegung ein, die dem Werkganzen eine bekrönende finale Wirkung verleiht. Zum Dritten kann man eine Entsprechung zwischen dem Dreivierteltakt der Aria und der Dreiergliederung der Variationen erkennen. Dabei werden in den ersten drei Variationen ganz verschiedene Typen von Variationen aufgestellt: Der Typ der spielerisch-virtuosen Variation, der Typ der melodisch-kantablen Variation und der Typ des Kanons. In jeder nächsten Dreiergruppe wiederholt sich diese Abfolge. Da der Kanon die dritte Gruppe bildet, sind die Ordnungszahlen, in denen ein Kanon erklingt, Variation 3., 6., 9., 12., 15., 18., 21., 24. und 27, also Vielfache der Zahl Drei. Besonders eindrücklich ist, wie die Kanons progressiv angeordnet sind, nämlich als Kanon der Prim, der Sekund, der Terz bis zum Kanon der None. Dadurch, dass die Reihe mit dem neunten Kanon in der None beschlossen wird und dieser in Variation 27 erklingt, ergeben sich diverse Spielarten, die Zahl drei auszudrücken: 9 ist 3 x 3, 27 ist 3 hoch 3. Die 30. Variation lässt anstelle eines zehnten Kanons ein Quodlibet erklingen. Darin sind eine Vielzahl von Liedern verwoben und es lässt jene ungemein kunstsinnige Tradition der Bach-Familie noch einmal aufleben: Das gleichzeitige Singen der unterschiedlichsten Lieder, aber so, dass sie harmonisch zusammengehen. Die Melodien, die sich hier finden, sind unter anderem:
− Was Gott tut, das ist wohlgetan
− Die Bergamasca-Melodie, die in den Fiori musicali von Girolamo Frescobaldi den Abschluss bildet
– die Fiori musicali nehmen bei Frescobaldi als Lehrwerk den gleichen Stellenwert ein, wie bei Bach die Clavierübung
− Anspielung auf die Partia h der Sei Solo ã Violino senza basso accompagnato und ihrem 7. Satz Tempo di Borea
Durch diese Melodien wird zugleich ein nahtloser Übergang zur Aria geschaffen, die am Ende noch einmal erklingt. Bereits der Titel „Aria“ belegt den Bezug zum Singen, was sicher auch ein Appell an den Interpreten sein soll, beim Musizieren auf Tasteninstrumenten die cantable Art des Spielens, wie Bach sich im Vorwort zu seinen Inventionen und Sinfonien ausdrückt, im Blick zu haben. Denn immerhin geht mit dieser Aria das umfangreiche Opus der ClavierÜbung I bis IV zu Ende.
Auch dürfte der Beginn der Aria nicht nur im allgemeinen Sinn das Singen meinen, sondern auf einen Liedanfang anspielen, nämlich das Sterbelied Freu‘ dich sehr, o meine Seele (Evangelisches Gesangbuch 524).
Wenn man soweit ginge, dass dies das Motto der Aria und damit auch der darauf bezogenen Variationen ist, dann erhielten die Goldbergvariationen gleichsam einen doppelten Boden: Das Notturno, das in schlaflosen Nächten erklingt, wird zur Meditation der Todesstunde. Mit den drei in Moll stehenden Variationen 15, 21 und 25 und insbesondere mit der letzten dieser drei Stücke geht eine solche Verdunkelung einher, dass dieser Gedanke kaum von der Hand zu weisen ist.“

(Prof. Christoph Bossert, Musikhochschule Würzbug)

Zur CD

Jesus - Worte des Meisters

hatte ich, ohne es zu wissen, die passenden Piano Improvisationen eingespielt, die Jonathan Gottwald spricht, aus der Bibel; bei Carola Thieme auf dem Berg aufgenommen, die dann zu Andy Claus reisten.

Die CD

Lebensheiterkeit

entstand 2008/2009 zusammen mit Werner May. Auf dieser CD spreche ich eigene lyrische Kurzgeschichten, die ich auch auf Poetry Slams gelesen habe, und umspiele sie mit klassischen Klaviersonaten von Joseph Haydn, ebenso die Gedichte von Werner May.

Die CD

Mut vor 12

(12 Musiker): Improvisations, Jazz, Classical Music, Pop mit Ann-Helena Schlüter, Johannes Warth & 10 internationalen Musikern, erschien 2008 und wurde in 3 Tagen live aufgenommen. Es war anstrengend und interessant. Das Stück Beauty entstand in wenigen Minuten.

Die CD

Every Moment, Duo Passion

entstand zusammen mit Lena Wirth (Violine) in meiner ersten Tonstudio-Aufnahme in Würzburg (Studio Kraftstrom Würzburg), ich erinnere mich noch, wie fremd, kalt und unheimlich alles war, ich war aufgeregt, Glasscheibe, Mischpulte — ich hatte schon aufgenommen beim Bayerischen Rundfunk.

Die

Magisterarbeit Bach Goldberg Variationen 2011

erschien noch im Verfahren zum Magistertitel an der Uni Würzburg.

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