Gedanke 23

Gedanke 23

b63286c37f81e73fea184b5ff1b194e0-img
Wenn ich Musik höre, fühle ich, dass es Sinn macht, zu leben. Es ziehen die Sünden meines Lebens wie verschleierte Gesichter an mir vorbei und eine Hand legt sich auf meinen Kopf und jemand sagt: Mein Kind.

(Sydney Lanier)

Kampala, Uganda

Christian A. Schwarz schreibt, dass wir uns bedanken können, wenn jeman sagt, Gott sei tot, wie Nietzsche. Denn der Gott, den wir uns so oft erdenken, der Gott unserer Eltern oder unserer Ängste, der ist wirklich tot.

Wenn man reist, begegnet man Gott. Diese Welt ist so groß und so klein, überall erstaunliche Möglichkeiten und Menschen. Mit jeder Reise wächst man, auch politisch und geographisch im Fühlen, Denken und Erleben. Gerade eine politische Sichtweise hat viel damit zu tun, was man im Bauch, in den Nieren, im Zentrum des Wahrheitsempfindens spürt und erkannt hat. Das Spüren hängt unmittelbar mit dem Denken zusammen und dies mit dem Erleben, einem prozessartigen Erleben. Die wichtigsten Dinge kann man nicht in Büchern erlernen — es braucht eine Begegnung mit Gott.

Der Sinn von Literatur und Kunst ist, dass der Mensch sich selbst erfährt. Die Voraussetzung, mit dem Sinn des Lebens in Kontakt zu kommen, ist, zu spüren, dass und wer man ist.
S p a m t r a p mail@dst.tux4web.de