Gedanke 2

Gedanke 2

Das Entscheidende bleibt aber: die Musik als Musik. Sie ist da, weil sie eben etwas ist und nicht, weil sie etwas bedeutet oder gar auf etwas verweist. - Zitat von Elmar Lampson in der nmz. Nun bin ich überzeugt, dass Musik und Kunst in ihrem Dasein auf etwas verweisen wie es auch Menschen tun: auf die Ewigkeit. Musik möchte Herzen verändern, hat eine Botschaft, ist eine Botschaft, da auch jeder Mensch eine Botschaft ist, auch die Personen, die Musik schreiben.

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Salzburg

Gott, du hast angefangen, mich in die Wüste zu führen, weil ich dazu bereit war. Hier bin ich ganz allein, entblößt von meiner eigenen Kraft, von dem Image und den Sicherheiten, die ich mir aufgebaut habe. Du willst mich hier haben. Ich bin freiwillig hier.
Ich stehe hier allein mit dir. Aber du bist der wahre Freund meines Herzens. Mein Herz tut mir weh, meine Seele leidet. Alles, was ich einmal war, all mein Schein fällt zu Boden. Meine Gerechtigkeit, meine guten Vorsätze, meine rechten Motive, sie fallen von mir, Schicht für Schicht. Der Liebhaber meiner Seele ist es, der mich entblößt. Wie die verborgenen Dinge meines Lebens sichtbar werden und die nur äußerlichen Vorzüge von mir abfallen, sehe ich, dass ich nicht bin, was ich dachte zu sein.
Ich weiß, dass es deine Hand ist, die mich entblößt. Aber auch wenn es sehr weh tut, verstehe ich es als eine Tat der Liebe, tiefer als mein Herz verstehen kann. Du nimmst weg, was keinen Bestand vor dir hat, damit du mich krönen kannst mit deiner wahren Schönheit, mich kleidest in königliche Gewänder. Wahrhaft, ich bin nicht die Person, von der ich dachte, sie zu sein.
(Dahlhaus, Chandler)
Hosea 2, 16: Darum siehe, ich will sie locken und in die Wüste führen und dort freundlich mit ihr reden.
Gott hat mich in die Wildnis gelockt. Ich bin gefolgt, ohne zu wissen, wohin, aber ich folgte etwas, was meine Seele magnetisch anzog. Die Wüste begegnete mir mit sengender Hitze, mit dem Feuer der Liebe Gottes, mit gleißend hellem Licht, der Heiligkeit, Herrlichkeit Gottes. Die Nacht zeigte mir in eisiger Kälte die dunklen Abgründe meiner Seele. Ohne Hilfe konnte ich in der Wüste nicht überleben, ohne Gnade, die ich mir nicht verdienen kann. Mit keinem Baum oder Strauch konnte ich meine Schwachheit verbergen. Mir wurde offenbar, was ich nie zuvor erkannt hatte. Ich konnte mich nicht verstecken hinter Blättern. Und doch hatte er mich hierher eingeladen, um freundlich zu mir zu sprechen und mir trotz meiner Schuld zu begegnen. Und er nahm mir meine alten Lumpen weg.
Wenn ich nur dich habe, frage ich nicht mehr nach Himmel und Erde.
Menschen in der Wüste verdienen höchsten Respekt, keine Verachtung, da man Wüsten durchaus immer umschiffen kann — was für viele geistlicher aussieht als in der Wüste zu sein: am Strand mit Dauererfolg, Lächeln, Wachstum. Doch Gott zwingt niemanden in die Wüste.

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Bonn
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