PianoWords
PianoSongs, PianoLyrik
Piano-Double Album HimlaSång (Heaven's Song). Swedish Piano Songs
Release March 2012
PianoLyrik: german poetry by Ann-Helena Schlüter
Click on the german flagg on the right side.
Inksound. The language of hands
Bibliography Ann-Helena Schlüter (D/S). Publications of the last years
Bach Goldberg Variations (Book) ISBN 978-3-8428-63453, ISBN 978-3-8428-13458 (eB)
Auferstehung am Flügel (CD, Audio Book) ISBN 978-3-86773-0457
Sein Name (CD) ISBN 978-3-86773-0457
Vertrauen (Book) ISBN 3-87354-2390
Glück (Anthology) ISBN 3-87354-2390
Pianistenhand (Anthology) ISBN 978-3-89514-9955
Spätjahr (Anthology) ISBN 978-3-895149955, ISBN 978-3-930048625, ISBN 978-3-930048601
Angesichter (Anthology) ISBN 978-3-89514-9955
z.B. Kinder (Anthology, Buch) ISBN 3-87998-3240
Zeit (Anthology) ISBN 3-92870043
Stilleklang (Anthology) ISBN 978-3-930048601
Goldberg (Book) ISBN 978-3-8428-63453
Weilenklang (Anthology, Book) ISBN 978-3-930048601, ISBN 978-3837209938
Jeden Augenblick, lyrics and music (CD) ISBN 3-86591-058-0, ISBN 4-02985-6463308 (Buch)
Solo CD Jeden Augenblick (CD) ISBN 4-045027-036324
Nachtgedanke (CD) ISBN 4-045027-036317
Words of the Master (CD, Audio Book) ISBN 4-045027-071219
Close Contact with Sound. Unity and Oneness between Music, Poetry and Art
Spätjahr
Lässt dich auf Blättern nieder.
Sie wölben sich schwer und nass.
Der Stamm trinkt die Stunden, quillt Kraft hervor.
Eilig ertasten sich Knospen Wege in die Freiheit,
Dunkelgrün pumpt die Krone Leben.
Der Herzschlag zittert in der Rinde.
Gelb zieht das Altern an den Ästen.
Das Jahr stemmt sich dagegen,
Doch zuckt der Riss der Jahreswunde.
Wie Ohrringe baumelt Zeitlupe herab.
Alter Herzschlag zittert Leben in die Rinde.
In die Hände des Allerhöchsten legt sich
Jede Zeit.
ISBN 978-3-930048601, ISBN 978-3-930048625, ISBN 978-3-895149955
Stilleklang
und werde komponiert.
Doch heiles Substrat auf meinem Ton
bist du.
Ich: erlebe die Zahl der Klänge,
mein Kanon eine Muse.
Doch Raum meiner Note
bist du:
Herzbetonung.
ISBN 978-3-930048601
Glück
Schöner als das
Wort neblig?
Die Tage des Lernens —
Wir sind noch dabei und fahren dahin
Durch die Nacht.
Ich sehe so hell
Die leere,
Nächtliche Kreuzung; der
Main ein roter Schleier aus Ungewissheit.
Nicht ändern. Weiter wach bleiben.
Geliebter Freund,
Deine Brille werde ich nie vergessen wollen.
Deine Nase war keine Konkurrenz.
Dein Lächeln, Freund —
Hörst du die Musik tasten
Weinduft und Rauch, und
Siehst du Paris
Und Rom
Hinter jenem dunklen Fenster?
Du siehst es!
Mit dir kann ich singen. Ich brauche:
Es, meine Phantasie zu behalten, und
Einen Schreibtisch zum Schreiben.
Und leih mir deinen:
Nur prophylaktisch.
Ich bin noch dabei, Freunde, doch nicht mehr lang.
Der Nebel mit neugieriger Gänsehaut
Trägt nicht das Kleine Schwarze,
Sondern fiebriges Grauen. — Es ist noch kein Abschied:
Frühes Semester.
Wie fährt das Mädchen dein Auto,
Du streitest, ich trage deine Mütze. Und doch, eins ist
Schöner als das andere. Ich werde wohl,
Ja, ich begreife es erst, und ich schreie euch an,
Euch irgendwann vermissen müssen.
Und den grauschönen Nebel,
Der nie wieder so sein wird.
Und ich weiß es, auch wenn es jung ist.
Lachende, feuchte Müdigkeit,
Kann kaum stehen, und so hör und halt mich an,
Halt an, halt mich und die anderen,
Lass diese Zeit sich diesmal niemals
Nicht ändern.
ISBN 3-87354-2390
Angesichter
schliesst mit schweren wimpern
seelenhaut mit blauen flecken
aus schlangenleder
doch ein lächeln wie eine schnur von einer brust zur anderen
klage mit der wurzel meines anfangs
rund die zärtlichkeit im magen
und weicher widerstand
unter der decke des bauches
pulsierende muskeln, zuckende wehr
dahinter eine schlucht verborgene unterwelt
wie klangregister
ISBN 9783895149955
Pianistenhand
wie flüssiges Blei heiß
von Handrücken:
eine Welle Unsichtbarkeit, Töne voranziehend,
herab den Bogen eines zerbrechlichen
Fächers bis zu den Fingerspitzen,
läuft in Holz über Kuppen, in Elfenbein und Tasten,
versengend, treffend -
doch die Hand am Flügel nicht verglüht,
sie strahlt auf.
Gut zu wissen,
wer ihr Herr ist.
Noch warm mit Haut und Seide
umwickelte Flächen
innen: wartend, schmiegend:
ein Sprechen wie zarte Schüsse,
sanfte Kugeln im verletzlichen Mund umwickelt,
verschlossen in Hand wie Schokolade in rotem Knisterpapier.
Durch fremdes Gestrüpp fremder Seelen dringt
Herzfleisch im Ton, in Brust und Bauch,
verströmt durch die Hand: der Mund. Der Mund die Hand.
Hell, frisch getroffen ein stummes Herz.
Winzige Faust, Fingerkuppen
mit singender, leiderprobter
Anmut und Geschicklichkeit
klingt Wahrheit, kämpfend, klagend,
dann geläutert, weich in Hitze und Salz geschmolzen
in Ohnmacht.
Früher: das stumme Herz weinte.
Hörende weinen jetzt.
ISBN 9783895149955
Weilenklang
dauernd;
ein Wellenklang auch:
rückkehrend aus Trümmern;
Aufstöhnen gehört von Tauben.
Das Alte wieder ganz neu,
erblüht aus Ferne hinein zu Nahem.
Nachts schweigt die Dauer.
Sprossen von Klang:
ins Gegenteil von Evolution.
Spült nicht klingende Weile
fort laufenden Schritt,
singen Lieder Eingang und Ausgang?
Stummer, anhängender Ton
sucht Verschmelzen, Gebären.
Geboren zum ‘Komm heim'.
ISBN 978-3-930048601
(Prof. Peter Lampe, Universität Heidelberg)
Durch das künstlerisches Studium der Goldberg Variationen von Bach, durch die Faszination von der Künstlerpersönlichkeit Johann Sebastian Bachs und nicht zuletzt durch ihre frühe Heranführung an Werke für zwei Klaviere durch das Duo mit ihrer Schwester und durch ihren Vater (Duo Karl-Heinz und Michael Schlüter) wurde Ann-Helena Schlüter schon früh mit Bachs Goldberg Variationen vertraut. Ihr künstlerisches Wissen, „die Wissenschaft in ihren Händen“, fließen zusammen mit ihrer literarischen Begabung und ihrer Freude am Forschen hinein in den Vergleich des großen Variationszyklus’ mit der bearbeiteten Fassung für zwei Klaviere von Josef Rheinberger und Max Reger.
Magisterarbeit Bach Goldberg Variationen
Hörbuch Lebensheiterkeit
Goldberg
zu den Goldberg Variationen von Johann Sebastian Bach
Bachs Musikdrama ist.
Töne wandeln sich in Orte,
Klänge in Schauplätze,
Sätze in Gesichte, Visionen.
Golgatha ein hiesiger Ort nun.
Wo ist er? — Inneres Sehen,
Sicht im Symbol.
Vorhang: Darf man dahinter nicht gehen?
Wirklichkeit webt Kunst in Einheit.
Wer will Dinge messen, Gramm, Zentimeter,
Tinte, aber das Wahre nicht sehen?
Größte noch denkbare Spannung goldwert.
Imaginäre Musik; schwingende Luft
Teilt sich mit in Ton, der uns berührt,
In Klang, der variiert in Bewegung setzt.
Antenne in uns für geistliche Räume,
Sagbares für das Unsichtbare.
Regen auf in Flamme, die nie ausgeht.
Anmutender Tanzkampf?
Golgatha ein Goldberg geworden:
Fundamentalnoten rufen: Komm zurück,
Mensch.
Die Stimme lässt die Herzen sehen.
ISBN 978-3-8428-63453 und ISBN 978-3-8428-13458
Gedichte zu eigenen Kunstwerken
Die schwedischdeutsche Pianistin Ann-Helena Schlüter, geboren in Nürnberg, wuchs in einer Musikerfamilie auf und erhielt Klavierunterricht seit ihrem vierten Lebensjahr bei ihrem Vater, Pianist Prof. Karl-Heinz Schlüter, und ihrer Mutter, der schwedischen Organistin und Musikpädagogin Ann-Margret Schlüter. Mit acht Jahren schrieb sie erste Gedichte. Sie wurde neben dem Musikgymnasium Würzburg und Nürnberg Jungstudentin an der Hochschule für Musik Würzburg. Anschließend folgte ein Studium des künstlerischen Klaviers an den Hochschulen für Musik Köln, Detmold, Würzburg (Prof. Ugorsky), sie erhielt das Diplom Instrumentalpädagogik und das Künstlerisches Diplom.
Nach zweijährigem Auslands-Studium in den USA in Klavier und Kammermusik mit Abschluss Master of Music, unter anderem mit den Goldberg Variationen von Bach (Vollstipendium der Arizona State University Phoenix, Arizona, Prof. Eckart Sellheim, Prof. Walter Cosand) und nach einem Lehrauftrag an der Arizona State University schloss sie ihr Meisterklassendiplom (Konzertexamen) an der Hochschule für Musik Würzburg (Prof. Glemser) ab. Anschließend erhielt sie 2011 den Magister Artium im Doppelhauptfach Musikwissenschaft und Musikpädagogik am Institut der Musikforschung der Philosophischen Fakultät der Universität Würzburg (Prof. Konrad, Prof. Brusniak) neben ihren Konzerten in drei Semestern mit einem 13.000 EUR-Stipendium, Magisterarbeit über Bach Goldberg Variationen. Promotionsstudium Musikwissenschaft (Bach) an der Universität Leipzig/Bach-Archiv Leipzig bei Prof. Wollny, Prof. Loos seit Oktober 2011 neben Konzerttätigkeit. Sie unterrichtete als Lehrbeauftragte Klavier und Korrepetition an der Musikhochschule Würzburg, der Musikschule Schweinfurt (Hochbegabtenförderung Klavier ab vier Jahren) und an der Universität Würzburg. Meisterkurse in Italien, Polen, USA, Österreich, Schweiz, u.a. bei Prof. Weißenberg, Prof. Berman, Prof. Gililov, Prof. Kämmerling, Stipendiatin des DAAD, der GVL, der Wagner Stiftung Bayern und der Vera- Ritter-Stiftung. 1. Preisträgerin Steinway Wettbewerb Hamburg, 1. Preis Nürnberger Wettbewerb für Klavier Duo, 2. Preis Robert Schumann Wettbewerb Zwickau, Bundespreisträgerin Osnabrück. Sie gewann die International Concerto Competition des Masterworks Festivals in London. Mit ihrer Schwester Magdalena spielte sie Werke vierhändig und für zwei Klaviere für den Bayerischen Rundfunk; sie gewannen Wettbewerbe im In- und Ausland. Ihr Vater spielte im Schlüter Duo (Karl-Heinz und Michael Schlüter) in ganz Deutschland. Sie konzertierte mit dem Tschaikowsky Klavierkonzert b- Moll mit den Jenaer Philharmonikern, Schumann Klavierkonzert a- Moll mit den Masterworks Festival Orchestra in London. Sie wurde damals jüngstes Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller (VS, AVF), hielt Lesungen, ihre Gedichte und Lieder wurden auf CDs veröffentlicht, sie wurde Preisträgerin bei nationalen und internationalen Jungautorenwettbewerben, Mitglied der Künstlerbewegung Das Rad, Crescendo International, DTKV, VG Wort, außerordentliches Mitglied als Komponistin und Textdichterin der GEMA, und gibt Konzerte in den USA, Europa, Israel, Asien und Afrika. Schüler sind 1. Preisträger bei Jugend musiziert Bayern Klavier solo und Klavier vierhändig, sie war Dozentin auf Festivals in Europa, Leiterin von Improvisations-Seminaren, sie spricht Schwedisch und fließend Englisch. Sie gründete feste Duos, schreibt lyrische Texte, Prosa, Songtexte, eigene Lieder und Stücke, nahm CDs auf, unter anderem die Bach Goldberg Variationen, Chopin Balladen und eigene Improvisationen und Lieder. Sie gewann mit eigenen Kunstwerken den internationalen Kunstwettbewerb Brüssel „Grafimuse“ 2011 für Berufsmusiker. 2011 war sie Stipendiatin des Wagner-Verbandes für die Festspiele in Bayreuth, veröffentlichte Gedichte, Fachtexte und Kurzgeschichten. Sie schreibt außerdem Romane, Kinder- und Jugendtheaterstücke, Jugendbücher, Hörspiele, Haikus.