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Fragen
Was waren Ihre Beweggründe, Musikerin zu werden?

Meine Eltern sind beide Musiker, es gehörte für mich zum Leben von Anfang an dazu. Ich habe erst in der Grundschule gemerkt, dass nicht jedes Kind Musiker ist.
Ich begann mit 4 Jahren mit dem Klavierspielen, aber es war schon vorher in mir, in meinem Gehör und Denken. Nach der 10. Klasse Musikgymnasium begann ich, an der Musikhochschule zu studieren, war vorher schon Jungstudentin dort, spielte jedes Jahr Wettbewerbe. Erst in den ersten Semestern in Köln dachte ich darüber nach: Will ich das wirklich tun? Und erst einige Jahre später auf der Suche der Antwort merkte ich, dass ich in mir drin Künstlerin bin — unabhängig vom Tun, unabhängig von meinen Eltern.

Wann war Ihr erster Bühnenauftritt?

Mein erster Bühnenauftritt war mit 5 im damaligen Konservatorium Nürnnberg bei „Jugend Musiziert", wofür ich eine „lobende Anerkennung“ erhielt. Erinnern kann ich mich daran nicht mehr. Aber ich habe sogar noch die Urkunde.

Warum nicht nur klassische Musik?

Ich liebe es, verschiedene Stile zu spielen, eine Brücke zu schlagen, dass junge Menschen in Kontakt kommen mit klassischer Musik, älteres Publikum jedoch auch mit Piano Improvisationen und Songs. Das Leben ist Raum, keine Zielgerade.
Es ist die Mischung, die die Menschen berührt, fasziniert, Horizonte öffnet, Grenzen und Mauern durchbricht, Aha-Erlebnisse erzeugt. Ich komponiere Lieder.
Auf meinen neuen CDs 2012 gibt es Lieder, Piano Improvisationen, Chopin, Jazz und zeitgenössische klassische Musik, aber auch Songs mit Band, wovon ein Lied sogar ein Rockstück ist, mein erstes Rockstück.
Ich bin klassisch ausgebildet, komme aus einer Musikerfamilie und liebe klassische Musik. Bereits als Kind aber habe ich komponiert und Gedichte geschrieben und nach meinen eigenen Ausdrucksmitteln gesucht. Liebe muss atmen. Musik kann dabei helfen.
Das große Bild der Musik vermeidet nichts.
Vielfältigkeit ist nicht nur meine Arbeitssprache, meine Herzenssprache.

Muss man sich nicht auf eine Gabe beschränken?

Ich möchte keine typische „klassische Musikerin"-Maske tragen, das heißt, nicht ausschließlich auf meinem Gebiet bleiben: also das künstlerische klassische Klavier, was ich mein ganzes Leben studiert habe, sondern auch komponieren und schreiben.
Viele Künstler vorangegangener Jahrhunderte waren nicht einseitig professionell, sondern aktiv im Malen, Zeichnen, in der Literatur, zum Beispiel Mendelssohn und Wagner.
Musik ist Sprache für mich, Literatur, Töne sind Worte und Farben.
Es kann so aussehen, als wäre ich dadurch „immer auf der Suche", und in gewisser Weise stimmt das auch, denn wenn ich zugreife, eine neue Idee, ein neues Lied entdeckt habe, öffnet sich bereits die nächste Tür. Dieses Risiko der andauernden Inspiration gehe ich ein.


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